Écluse Notre-Dame-de-la-Garenne, Schleusensystem an der Seine in Saint-Pierre-la-Garenne, Frankreich.
Die Écluse Notre-Dame-de-la-Garenne ist ein großes Schleusenwerk an der Seine mit vier Kammern, einem Wasserkraftwerk und einem Damm von etwa 200 Metern Breite. Das System ermöglicht Schiffen, Höhenunterschiede im Fluss zu überwinden und nutzt das Wasser gleichzeitig zur Stromerzeugung.
Das Werk wurde zwischen 1879 und 1889 unter der Leitung des Ingenieurs Émile Nouguier errichtet und war ein Meilenstein in der Nutzung moderner Materialien wie Metall und Beton an der Seine. Der Bau zeigte, wie Ingenieure des 19. Jahrhunderts Flüsse für Schifffahrt und Energieerzeugung umgestalteten.
Das Schleusenwerk ist Teil des Industrieerbes an der Seine und zeigt, wie Menschen im 19. Jahrhundert Wasserkraft nutzten. Künstler haben das Bauwerk in ihren Werken festgehalten, weil es eine beeindruckende technische Leistung darstellt.
Das Werk ist rund um die Uhr in Betrieb und wird von mehreren Mitarbeitern überwacht, die den Verkehr von Booten durch die Schleusen lenken. Besucher können das System von den Uferwegen aus beobachten, wo man einen guten Blick auf die Funktionsweise hat.
Seit 2008 gibt es neben der Anlage eine Fischwandertreppe, die es Lachsen und Aalen ermöglicht, die Barriere zu umgehen und flussaufwärts zu schwimmen. Diese Einrichtung zeigt, wie moderne Infrastruktur angepasst wurde, um Flussökosysteme zu schützen.
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