Chartreuse du Val-Sainte-Marie, Kartäuserkloster in Bouvante, Frankreich
Die Chartreuse du Val-Sainte-Marie ist ein Kartäuserkloster in den französischen Alpen, das aus einzelnen Zellenhäusern um einen zentralen Bereich herum aufgebaut ist. Romanische und gotische Bauelemente sind noch heute an den Ruinen sichtbar, und die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit dem Oberen Haus etwa 600 Meter vom Unteren Haus entfernt.
Das Kloster wurde 1144 gegründet, als Guigues V d'Albon sein Land spendete, und blieb über 600 Jahre lang eine aktive kartäusische Gemeinschaft. Es wurde während der Französischen Revolution 1791 aufgelöst und verlassen.
Die Anlage zeigt, wie Kartäuser in getrennten Zellen lebten und ihre Tage dem Gebet widmeten, wobei die Architektur diese strenge Lebensweise widerspiegelt. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie isoliert und konzentriert das Leben hier war.
Das Kloster ist über die Straße D131 erreichbar, wobei das untere Haus näher am Straßenniveau liegt und die obere Ruine mit Fußwegen verbunden ist. Besucher sollten mit unebenem Gelände und unterschiedlichen Höhenlagen rechnen, wenn sie beide Bereiche erkunden möchten.
Im 18. Jahrhundert betrieben die Mönche selbst eine Eisenschmiede auf dem Gelände, was zeigt, dass religiöse Leben und handwerkliche Arbeit hier eng verbunden waren. Diese ungewöhnliche Kombination von Kontemplation und Produktion macht das Kloster zu einem interessanten Beispiel monastischer Wirtschaft jener Zeit.
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