Chartreuse de Glandier, Kartäuserkloster in Beyssac, Frankreich
Die Chartreuse de Glandier ist ein kartäusisches Kloster in Beyssac und umfasst 44 Gebäude auf einem weitläufigen Gelände, das von Wald und Wiesen umgeben ist. Das Ensemble zeigt die typische Struktur eines Karthäuserklosters mit seinen verschiedenen Funktionsbereichen für das monastische Leben.
Das Kloster wurde 1219 von Archambaud VI., Viscount von Comborn, gegründet und existierte in zwei Phasen: von 1219 bis 1789 und dann wieder von 1860 bis 1901. Die Unterbrechung fiel mit den großen gesellschaftlichen Umbrüchen Europas zusammen.
Das Kloster war einer von nur zwei kartäusischen Orten in der früheren Region Limousin und verkörperte die monastischen Ideale von Einsamkeit und Stille. Besucher können heute noch die räumliche Anordnung erkennen, die dieses Leben der Abgeschiedenheit unterstützte.
Das Gelände ist heute in Privatbesitz und wird von aktuellen Eigentümern verwaltet. Besucher sollten vorher klären, ob ein Zugang möglich ist und unter welchen Bedingungen.
Das Kloster wurde durch den Giftmordfall Marie Lafarge bekannt, einen der spektakulärsten Gerichtsfall des 19. Jahrhunderts, der große mediale Aufmerksamkeit erregte. Der Fall machte das abgelegene Anwesen zu einem Ort von historischer Bedeutung in Frankreichs Justizgeschichte.
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