Castel Henriette, Einfamilienhaus in Sèvres, Frankreich
Castel Henriette war ein zweistöckiges Wohnhaus in Sèvres, gebaut mit Bruchsteinmauerwerk und mechanischen Dachziegeln auf einem geneigten Gelände. Das Gebäude befand sich in der Rue des Binelles und zeigte die Merkmale eines gehobenen Wohnbaus des späten 19. Jahrhunderts.
Architekt Hector Guimard entwarf das Gebäude 1899 als Wohnvilla für wohlhabende Bewohner. Drei Jahre später wurde sein Beobachtungsturm aufgrund von Stabilitätsbedenken abgerissen.
Die Innenausstattung zeigte Buntglasfenster und freiliegende Niethträger, die Elemente des französischen Wohnstils des späten 19. Jahrhunderts widerspiegelten. Diese Details prägen bis heute unser Verständnis von gehobener Wohnarchitektur dieser Zeit.
Das Gebäude wurde 1969 abgerissen, aber zwischen 1963 und 1968 als Filmkulisse für mehrere Produktionen genutzt. Heute können Originalteile in europäischen Museen besichtigt werden.
Obwohl das Gebäude nicht mehr existiert, wurden Teile seiner ursprünglichen Einrichtung in renommierten Museen aufbewahrt. Das Bröhan-Museum in Berlin und das Victoria and Albert Museum in London zeigen noch heute Details aus dieser zerstörten Villa.
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