Abbaye du Puits d'Orbe, Mittelalterliche Abteiruinen in Verdonnet, Frankreich.
Die Ruinen der Abbaye du Puits d'Orbe sind die Überreste eines mittelalterlichen Klosters, das auf einem Hügel zwischen Verdonnet und Asnières-en-Montagne liegt und noch heute mit erhaltenen Torbögen und Mauersegmenten aufwartet. Diese Mauerreste erreichen etwa vier Meter Höhe und deuten auf die einstige Größe und Bedeutung dieser Anlage hin.
Das Kloster wurde zwischen 1112 und 1125 gegründet und unterstand der Aufsicht der Abtei Moutiers-Saint-Jean, was ihm früh Struktur und Bedeutung verlieh. Die Ansiedlung wohlhabender Frauen aus adeligen Familien trug lange Zeit zum Wohlstand bei, bis kriegerische Konflikte des Mittelalters das Leben im Kloster zunehmend bedrängten.
Die Statue einer Madonna mit Kind aus dem 14. Jahrhundert, die heute in der Kirche Saint-Barthélémy in Verdonnet aufbewahrt wird, stammt aus dem ehemaligen Kloster und zeigt die künstlerische Tradition dieser Gemeinschaft. Diese Statue wurde 1964 als historisches Denkmal klassifiziert und ist eines der wenigen erhaltenen Kunstwerke, das die Verbindung zum Kloster bewahrt.
Der Besuch erfordert sorgfältige Planung, da die archäologische Stätte nur begrenzte Einrichtungen bietet und zwischen zwei verschiedenen Gemeinden liegt. Es empfiehlt sich, vorab Informationen einzuholen, um die beste Zeit und den einfachsten Zugang zu bestimmen.
Das Kloster war ein reines Frauenkloster nach der Benediktinertradition und existierte in dieser Form bis 1641, als es wegen gescheiterter Reformbemühungen aufgelöst wurde. Die Nonnen zogen dann nach Châtillon-sur-Seine um, wo sie ihre religiöse Gemeinschaft fortsetzten.
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