Nord-Pas-de-Calais Bergbaugebiet, Gruppe ehemaliger Bergbaustrukturen in Nord-Pas-de-Calais, Frankreich
Das Bassin Minier du Nord-Pas-de-Calais ist ein Netzwerk ehemaliger Bergbaustrukturen in Nordfrankreich, das zwischen mehreren Städten verteilt ist. Es umfasst über 800 alte Schachtanlagen, Zechengebäude aus Backstein und Metall, große Abraumhalden, Arbeitersiedlungen und Fabrikruinen, die das Ausmaß der Kohleförderung zeigen.
Die Kohleförderung begann hier im 17. Jahrhundert, nahm aber erst ab den 1750er Jahren mit der Gründung großer Bergbauunternehmen richtig Fahrt auf. Das Bassin wuchs im 19. Jahrhundert explosiv, doch nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die Minen langsam zu schließen, bis der Bergbau in dieser Region ganz endete.
Das Bassin Minier trägt Namen, die an die Bergbaugeschichte erinnern - Orte wie Liévin und Courrières sind eng mit der Identität der Bergleute verbunden. Die Arbeitersiedlungen mit ihren roten Backsteinhäusern prägen bis heute das Bild und zeigen, wie das tägliche Leben um die Minen organisiert war.
Beim Erkunden des Geländes sollten Sie mit flachen, offenen Flächen und vielen Ziegelbauwerken rechnen, die Zeit brauchen, um sie vollständig zu durchqueren. Führungen helfen dabei, die alte Ausrüstung und Gebäudestrukturen zu verstehen, und die meisten Bereiche sind das ganze Jahr über zu Fuß erreichbar.
Ein Merkmal, das viele übersehen, ist die Chevalement 1bis de Liévin, ein ehemaliger Schachtgerüst, das nach umfangreicher Restaurierung wieder seinen ursprünglichen Glanz zurückgewonnen hat. Dieses wiederhergestellte Bauwerk funktioniert heute als Symbol für die Bemühungen, das bergbauliche Erbe der Region lebendig zu halten.
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