Glacière de la Grâce-Dieu, grotte dans le Doubs, France
Die Glacière de la Grâce-Dieu ist eine Kalksteinhöhle in der Region Doubs, die sich in etwa 525 Metern Höhe befindet und sich hauptsächlich nach Süden erstreckt. Im Inneren befindet sich eine große Kammer mit feuchter, kühler Luft, die durchschnittlich etwa fünf Grad Celsius beträgt, während ein Wanderweg mit Treppen Besucher in die Tiefe führt und Fossilienreste in der Felswand offenbart.
Die Höhle entstand während der Jurazeit, als Wasser den Kalkstein langsam auflöste und vertiefte Hohlräume schuf. Seit mindestens 4000 Jahren nutzen Menschen die Grotte, wie archäologische Funde von Werkzeugen zeigen, während Mönche ab dem 16. Jahrhundert ihre natürliche Eisbildung zum Konservieren von Lebensmitteln systematisch ausnutzten.
Die Glacière de la Grâce-Dieu war über Jahrhunderte hinweg ein Ort, an dem die Dorfbewohner ihre Traditionen pflegten, insbesondere durch die jährliche Geste am 3. August, wenn sie Eisblöcke in die Stadt Besançon brachten. Diese Praktiken zeigen, wie die natürliche Kälte der Höhle in das tägliche Leben und die religiösen Bräuche der Region eingebunden war.
Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und mit unebenen Wegen und steilen Treppen rechnen, da der Boden in der Höhle nass und rutschig sein kann. Die Jacke oder ein Pullover ist wichtig, da die Temperatur innen deutlich kühler ist als draußen und die Luft feuchtkalt wirkt.
Der Höhle wird eine ungewöhnliche Fähigkeit zugeschrieben, auch während der Sommermonate Eis zu bilden, was durch kalte Winde erklärt wird, die durch die nordöstlich ausgerichtete Öffnung eindringen. Diese Eisbildung war lange Zeit so zuverlässig, dass sie für Medizin und Lebensmittelkonservierung genutzt wurde, bis die Erwärmung um 2005 herum die Gletscher zum Verschwinden brachte.
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