Monastère Saint-Joseph de Conflans, Zisterzienserkloster in Conflans, Albertville, Frankreich
Das Kloster Saint-Joseph ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Conflans, das zwischen dem Savoyischen Museum und dem Sarazenenturm liegt. Das Gebäude erstreckt sich über mehrere miteinander verbundene Strukturen mit Innenhöfen, Wohnräumen und Kapellen, die eine typische monastische Anlage aus dem 17. Jahrhundert widerspiegeln.
Die Bernardinen von La Roche-sur-Foron, reformierte Zisterzienserinnen, ließen sich im Sommer 1637 in Conflans auf Bitte von Erzbischof Benoît-Théophile de Chevron Villette nieder; Herzog Viktor Amadeus erteilte am 21. Juni 1637 die Patentschrift. Der Senat von Savoyen widersetzte sich der Niederlassung zweiundzwanzig Jahre lang mit Erlassen. 1652 zogen die Nonnen in ein altes festes Haus, 1714 erwarben sie die Maison Rouge.
Die Nonnen folgten einer Regel, die 1625 in der Abtei Les Ayes von Louise de Ballon und Louise de Ponçonnas verfasst, 1631 in Paris gedruckt und 1634 in Rom approbiert wurde; 1635 verlieh der Bischof von Annecy ihnen den Titel Sœurs de la Providence. Die Regel stand der der Heimsuchung von Jeanne de Chantal näher, die das Kloster besuchte, als der von Cîteaux. Im Streit mit Louise de Ponçonnas blieb Conflans Louise de Ballon treu.
Das ehemalige feste Haus, in das die Nonnen 1652 einzogen, ist heute das Centre International de Séjour; ein Teil der Anlage dient also als Unterkunft. Ihr erstes Haus lag an der heutigen rue du Sénat, links der Straße von der Grande-Place zum Sarazenenturm. Die 1714 erworbene Maison Rouge öffnete sich zur Grande-Place; ihr Garten lag auf der Esplanade de la Grande Roche, heute ein öffentlicher Garten.
Die Nonnen zogen 1652 in das alte feste Haus, doch die Gemeinschaft erwarb die Maison Rouge erst 1714, und dieses Haus war nur teilweise Kloster. Sein Eingang lag an der Grande-Place, während der Klostergarten sich auf der Esplanade der früheren Burg erstreckte, die später ein öffentlicher Garten wurde.
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