Manoir de la Crasvillerie, Gotisches Herrenhaus in Réville, Frankreich.
Das Manoir de la Crasvillerie ist ein stark umgebautes, befestigtes Granitwohnhaus des 15. und 16. Jahrhunderts mit L-förmigem Grundriss. An der Straßenseite steht ein sechseckiger Turm mit Pechnase, der als Wachstube diente und den Blick auf das Meer erlaubte; ein kleinerer Vieleckturm sitzt im Innenwinkel der beiden Wohnflügel, deren unterschiedliche Bauphasen im Mauerwerk ablesbar sind. Die Fenster haben steinerne Mittelpfosten.
Das Herrenhaus stammt aus dem 15.–16. Jahrhundert und wurde möglicherweise vom Kaperfahrer François Le Clerc errichtet, der 1551 geadelt wurde. Am 29. März 1555 bewirtete er dort Admiral de Coligny während einer Inspektionsreise an der Küste des Ärmelkanals. Im Juli 1591 brannte François de La Cour du Tourps es als Vergeltung für Angriffe auf sein eigenes Herrenhaus nieder.
Der Name des Herrenhauses stammt vom fast gleichnamigen Weiler Crasville. Der sechseckige Turm an der Straße enthielt eine Wachstube, von der aus das Meer beobachtet werden konnte, ein auf die Kanalküste bezogener Zweck. Granitmauern und Fenster mit Mittelpfosten gehören zu zwei Bauphasen, erkennbar am Wechsel des Mauerwerks.
Das Anwesen befindet sich im Norden von Réville, in einer ländlichen Umgebung mit klaren Orientierungspunkten wie der nahegelegenen Martinskirche. Der Ort ist am besten mit eigenem Fahrzeug zu erreichen, da er nicht an öffentliche Verkehrsmittel angebunden ist.
Am 29. März 1555 bewirtete das Herrenhaus Admiral Gaspard II. de Coligny, der die Küste des Ärmelkanals inspizierte, mit Martin du Bellay, dem Generalleutnant des Königs in der Normandie, und Gilles de Gouberville. Gastgeber war wohl der Korsar François Le Clerc, der 1551 geadelt wurde.
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