Château du Bois-du-Loup, Denkmalgeschütztes Schloss in Augan, Frankreich
Das Château du Bois-du-Loup ist ein ruinöses Wohnschloss im neugotischen Stil in Augan, errichtet 1871 bis 1874 aus verputztem Schieferbruchstein. Die ganz aus Werksteinen gefügte Hauptfassade ist nach Südosten gerichtet; die Nordfassade verbindet Granitgewände mit Mauern aus purpurnem Schiefer. Die Grundfläche beträgt 650 m², die Wohnfläche vor der Zerstörung rund 2.000 m².
Das ursprüngliche Schloss wurde 1686 von Jean-François Larcher gebaut, doch die heutige Struktur entstand zwischen 1871 und 1874 unter Graf Roland des Clos de la Fonchais als Ersatz für die frühere Anlage. Der Neubau markierte eine völlige Umgestaltung des Ortes unter neuer Herrschaft.
Der Name Bois-du-Loup erscheint 1679 als „Seigneurie du Bois du Loup“. Die Grundherrschaft besaß seit mindestens dem 12. Jahrhundert die hohe, mittlere und niedere Gerichtsbarkeit, ihr Besitzer zählte zum hohen Adel. Die 5 parallelen Baracken neben der Ruine wurden 1939 von spanischen Republikanern aus dem Schiefer der 37 abgerissenen Dorfhäuser errichtet.
Das Schloss steht auf militärischem Gelände und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da es sich in einem geschützten Bereich der Akademie befindet. Eine Besichtigung ist ohne spezielle Genehmigung durch die zuständigen Behörden nicht möglich.
Das Schloss wurde von der US-Armee während ihres Aufenthalts in Coëtquidan zwischen Januar und Juni 1945 zerstört, als Ziel bei Artillerie- und Bombenübungen. Es wurde nie wiederhergestellt und steht heute kurz vor dem Einsturz. Die angrenzenden Baracken errichteten 1939 spanische Republikaner aus dem Schiefergestein der 37 Häuser des umliegenden Dorfes.
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