Grandes écuries du château de Chantilly, Königliche Stallungen in Chantilly, Frankreich
Die Grandes écuries sind ein monumentales Stallgebäude, das sich über eine beeindruckende Länge erstreckt und zwei symmetrische Flügel mit einem zentralen Pavillon aufweist, der mit steinernen Pferdemotiven verziert ist. Der zentrale Platz fungiert als Trainingsfläche, wo bis heute Reitvorführungen und Ausbildungssequenzen stattfinden.
Das Bauwerk entstand zwischen 1719 und 1735 unter der Leitung des Architekten Jean Aubert im Auftrag des siebten Fürsten von Condé. Es wurde als eines der größten Stallgebäude Europas konzipiert und sollte die königliche Leidenschaft für Pferderennen und Reitsport widerspiegeln.
Der Ort trägt den Namen "Grandes écuries" wegen seiner Verbindung zu Pferden und ihrer Bedeutung am Hofe. Besucher können sehen, wie die architektonische Gestaltung jeden Aspekt des täglichen Lebens mit den Tieren widerspiegelt.
Es empfiehlt sich, viel Zeit für die Erkundung der verschiedenen Räume und der Ausstellung einzuplanen, da das Gebäude sehr großzügig angelegt ist. Der zentrale Hof ist jederzeit zugänglich und bietet einen guten Orientierungspunkt zum Verständnis der gesamten Anlage.
Der Fürst, der diese Stalls errichten ließ, war der Überzeugung, dass er in seinem nächsten Leben als Pferd wiedergeboren werden könnte und ließ daher besonders luxuriöse Unterkünfte für die Tiere bauen. Diese ungewöhnliche Motivation führte dazu, dass die Stalls an Komfort und Ausstattung kaum von den fürstlichen Gemächern unterschieden.
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