Écomusée industriel des Forges d'Inzinzac-Lochrist, Industriemuseum in Inzinzac-Lochrist, Frankreich
Das Écomusée industriel des Forges d'Inzinzac-Lochrist ist ein Industriemuseum in der Stadt Inzinzac-Lochrist, in der Bretagne in Frankreich, das auf dem Gelände einer ehemaligen Eisenhütte eingerichtet wurde. Es befindet sich im Gebäude des früheren Metalllabors der Anlage, in dem die Fabrik einst Qualitätsprüfungen an ihren Produkten durchführte.
Die erste Fabrik wurde 1860 von den aus Angers stammenden Brüdern Trottier gegründet, angezogen von der Verbindung des Blavet zu Hennebont und Lorient sowie von den lokalen Arbeitskräften. 1882 kaufte die Société générale des cirages français die Hütte; Camille-Horace Herwegh modernisierte sie als Direktor von 1912 bis 1938, und am Vorabend des Zweiten Weltkriegs beschäftigte sie über 3.000 Arbeiter. Nach Requisitionen im Krieg und der Konkurrenz der großen Standorte im Norden schloss die Hütte 1966 und ließ 1.350 Beschäftigte arbeitslos zurück.
Das Museum wurde 1981 auf Initiative von Gisèle Le Rouzic eröffnet, der Tochter des Arbeiters Joseph Le Rouzic. Mit dem Verein der Freunde und ihren Schülern sammelte sie mündliche Berichte ehemaliger Arbeiter; 1984 veröffentlichte sie daraus drei Bücher. Die Sammlung umfasst heute rund 3.000 Fotografien und ebenso viele Objekte: Werkzeuge, Maschinen, Navigationsinstrumente, Trachten und von den Arbeitern gestiftete Alltagsgegenstände.
Das Museum liegt im ehemaligen Laboratorium am Mail François-Giovannelli am Blavet, auf der Seite von Lochrist und nicht auf der von Hennebont. Gruppen werden ganzjährig empfangen, Einzelbesucher von April bis Anfang November sowie zu Beginn der Weihnachtsferien. Führungen werden durch regelmäßige Kulturveranstaltungen ergänzt.
Die Fabrik stellte hauptsächlich Weißblech für die Fischkonserven der bretonischen Sardinerie- und Thunfischindustrie her, sodass die Geschichte des Museums eng mit den Küstentraditionen der Region verbunden ist. Ein Podcast, der mit dem Museum verbunden ist, enthält persönliche Berichte von ehemaligen Arbeitern und gibt einen sehr direkten Eindruck davon, wie das Leben auf dem Gelände war.
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