Kloster Motsameta, Kloster in der Munizipalität Tkibuli, Georgien.
Motsameta ist ein ummauertes orthodoxes Kloster auf einem felsigen, bewaldeten Berg im Tal des Flusses Tskaltsitela. Seine Kirche wurde 1844–1845 erweitert und erhielt in den 1860er Jahren eine Kuppel; sie hat einen kreuzförmigen Grundriss und einen nach Norden ausgerichteten Altar. Ein zweistöckiger Glockenturm steht 1,5 m südlich der Kirche, und das Eingangstor befindet sich im Erdgeschoss eines Turms aus dem 16.–17. Jahrhundert.
Der Name des Klosters bedeutet „Ort der Märtyrer“ und bezieht sich auf David und Konstantin, Fürsten von Argveti, die im 8. Jahrhundert von arabischen Truppen getötet wurden, weil sie die Annahme des Islam verweigerten. Ihre Überreste wurden in den Fluss geworfen, der den Namen Zkalzitela, „rotes Wasser“, erhielt. König Bagrat IV. gründete hier im 11. Jahrhundert einen Tempel; die heutige Kirche wurde 1844–1845 erweitert und erhielt in den 1860er Jahren ihre Kuppel.
Das Kloster wird von Gläubigen besucht, die die beiden Heiligen David und Konstantin verehren, deren Andenken seit Jahrhunderten lebendig bleibt. Der Ort zieht besonders am Festtag im Oktober viele Menschen an, die gemeinsam beten und die spirituelle Bedeutung dieses Ortes teilen.
Das Kloster befindet sich auf einer erhöhten Lage mit steilen Zugängen, daher ist festes Schuhwerk und etwas körperliche Fitness für den Besuch empfehlenswert. Die beste Zeit zum Erkunden ist tagsüber bei gutem Wetter, wenn die Wege sicher sind und man die Architektur und die umgebende Landschaft gut sehen kann.
Der Altar dieses Klosters ist in einer ungewöhnlichen Richtung ausgerichtet - nach Norden statt nach Osten wie in den meisten orthodoxen Kirchen. Diese Besonderheit entstand, weil die Überreste der heiligen Märtyrer im östlichen Teil der Kirche beigesetzt wurden, was eine andere Ausrichtung notwendig machte.
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