Plomin, Alte Siedlung in der Gespanschaft Istrien, Kroatien
Plomin ist eine kleine Ortschaft in Istrien, Kroatien, auf einem Hügel etwa 168 Meter über der gleichnamigen Bucht gelegen. Von dort aus hat man freien Blick über die Meerenge Vela vrata, die Insel Cres und das istrische Festland.
Die Stätte wurde bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. als vorgeschichtliche befestigte Siedlung genutzt und spielte später als römischer Handelsposten eine wichtige Rolle. Venedig übernahm den Ort schließlich und baute ihn zu einem strategischen Stützpunkt an der östlichen Adriaküste aus.
In Plomin gibt es zwei Kirchen, die dem Heiligen Georg geweiht sind, eine alte und eine neuere, beide innerhalb der kleinen Ortschaft. Diese Doppelheit ist ungewöhnlich für einen so kleinen Ort und zeigt, wie sehr religiöses Leben hier über Generationen hinweg eine Rolle gespielt hat.
Das Dorf liegt auf einem Hügel mit unebenen Wegen und Steigungen, daher empfehlen sich festes Schuhwerk und bequeme Kleidung. An klaren Tagen ist der Ausblick am schönsten, ein Besuch bei gutem Wetter lohnt sich also besonders.
Eine in Plomin gefundene Steintafel zeigt ein eingeschnitztes Bild des römischen Gottes Silvanus neben einer der frühesten bekannten Inschriften in glagolitischer Schrift. Die Kombination dieser beiden Elemente auf demselben Stein ist außergewöhnlich und wird von Forschern als wichtiges Zeugnis für die Überschneidung verschiedener kultureller Traditionen angesehen.
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