Venezianisches Verteidigungssystem des 16. bis 17. Jahrhunderts: Stato da Terra – westlicher Stato da Mar, Militärisches Befestigungssystem in Norditalien
Das System der venezianischen Verteidigungswerke ist ein Netzwerk aus Mauern, Bastionen und Gräben, das sich über mehrere Städte wie Bergamo, Peschiera del Garda und Palmanova erstreckt. Die Anlagen zeigen verschiedene Baustile und Verbesserungen aus dem Laufe von etwa zwei Jahrhunderten militärischer Entwicklung.
Die Befestigungen entstanden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert, als Venedig seine Landgrenzen gegen das Osmanische Reich und andere europäische Mächte schützen musste. Sie wurden schrittweise erweitert und modernisiert, um den neuen Kriegstechniken, besonders der Artillerie, standzuhalten.
Die Befestigungen zeigen Handwerkstechniken aus der Renaissance und spiegeln wider, wie Venezianer ihre Grenzländer schützten. Man sieht an Mauern und Bastionen, welche Methoden damals verwendet wurden, um Angreifer abzuhalten.
Die sechs Stätten liegen in drei Ländern: Bergamo, Peschiera del Garda und Palmanova in Italien, Zadar und die Festung St. Nikola bei Šibenik in Kroatien sowie Kotor in Montenegro. Sie liegen weit auseinander, daher pro Reise ein Land wählen; in Kotor gehören die Wehranlagen zum UNESCO-Gebiet der Bucht von Kotor, wo Altstadt und Stadtmauern zu Fuß erkundet werden.
Die Festung Peschiera del Garda hat eine fünfeckige Form und sitzt direkt am Seeufer, wo Wasser- und Landverteidigungen zusammenkommen. Dieses Layout war ungewöhnlich, da es gleichzeitig Schutz vom See und vom Land bot.
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