Kathedrale Mariä Heimsuchung, Katholische Kathedrale in Szombathely, Ungarn.
Die Kathedrale Mariä Heimsuchung ist eine barock-klassizistische Saalkirche auf dem ehemaligen Forum der römischen Stadt Savaria, errichtet nach Plänen des österreichischen Architekten Melchior Hefele. Ein Querhaus kreuzt das Langhaus, das statt Seitenschiffen flache, von Säulen gerahmte Seitenkapellen besitzt. Zwei schlanke Glockentürme flankieren die Portalfassade im Osten; im Inneren finden bis zu 5000 Personen Platz.
Das Gebäude entstand ab 1791, nachdem die Diözese Szombathely 1777 gegründet worden war. Die Innenausstattung wurde 1814 abgeschlossen, wodurch einer der wichtigsten religiösen Orte der Region entstanden ist.
Das Patrozinium bezieht sich auf den Besuch Marias bei ihrer Cousine Elisabeth, gefeiert am 2. Juli. Die rot-weiße Kanzel von Martin Rumpelmayer überstand den Bombenangriff von 1945 und wird weiter genutzt; in der Kirche steht eine Kopie der Sixtinischen Madonna Michelangelos aus Carrara-Marmor. Die Reliquien des heiligen Placidus wurden am 29. April 1814 aus dem Bischofspalast hierher übertragen.
Besucher können das Gebäude während der Öffnungszeiten betreten und die Innenräume selbstständig erkunden oder an geführten Touren teilnehmen. Es gibt gute Zugänglichkeit vom Zentrum aus, und eine angemessene Kleidung wird beim Besuch religiöser Räume empfohlen.
Der Bombenangriff vom 4. März 1945 verschonte nur die Türme; Dach und Langhausgewölbe stürzten ein, die Orgel wurde zerstört. Zwei Ausstattungsstücke wurden gerettet und wiederverwendet: die rot-weiße Kanzel, die dem Handwerker Martin Rumpelmayer nachgewiesen wurde, und der Strahlenkranz mit Engeln und Putten über dem heutigen Hauptaltar. Zur Ausstattung gehört außerdem eine Kopie einer Madonna der Sixtinischen Kapelle aus Carrara-Marmor.
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