Schloss Alcsút, Habsburg Schlossruinen in Alcsút, Ungarn
Das Habsburger Schloss in Alcsút ist nur noch in seiner Hauptfassade erhalten: ein heller Steingiebel mit geschnitztem Wappen über einer ockerfarbenen Mauer mit drei Bogenöffnungen, gerahmt von vier hohen Säulen auf quadratischen Sockeln. Über den Bögen verläuft ein Band aus geschnitzten Steinplatten, und freiliegender Ziegel und abgetragener Putz zeigen den Zustand der Ruine.
Palatin Joseph von Ungarn ließ die klassizistische Sommerresidenz zwischen 1819 und 1827 nach Plänen von Mihály Pollack errichten; der Grundstein wurde am 13. Juni 1820 gelegt, 1827 zog die Familie ein. Sein Sohn Joseph Karl Ludwig fügte in den 1870er Jahren Flügel und einen Innenhof hinzu. Am 19. Dezember 1944 verließen die Habsburger das Schloss, die Rote Armee besetzte es, es brannte aus, und im Februar 1951 wurde bis auf die Hauptfassade alles abgetragen.
Das Herrenhaus spiegelt die Vorlieben der ungarischen Aristokratie wider und zeigt europäische Architekturelemente des 19. Jahrhunderts. Besucher können diese Baustile noch heute in den erhaltenen Steinstrukturen erkennen.
Die Ruinen sind über gekennzeichnete Wege im Arboretum zugänglich und befinden sich inmitten des botanischen Gartens. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Pfade durch die Grünflächen führen und der Untergrund uneben sein kann.
Palatin Joseph legte den Arboretum ab 1825 als englischen Garten an; heute umfasst er 40,5 Hektar mit rund 540 Baumarten. Erzherzog Joseph Karl Ludwig veröffentlichte den Katalog Arborethum Alcusthiense mit 380 Seiten, 1892 in Klausenburg gedruckt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.783 Mitwirkenden weltweit.