Saint Anne Servite Church, Budapest, Katholische Kirche mit Barockarchitektur im V. Bezirk, Budapest, Ungarn
Die Servitenkirche Sankt Anna besitzt an der Szervita tér eine viergeschossige Hauptfassade im Neorenaissancestil, über der sich ein quadratischer Glockenturm mit zwei Geschossen und kupfergedecktem Helm erhebt. Die unteren Ebenen gliedern Putzbänder und ein Dreiecksgiebel über dem rundbogigen Portal; Nischen enthalten Statuen, und in Höhe des ersten Obergeschosses sitzt ein rechteckiges Reliefpanel. Vor der Fassade steht eine barocke Mariensäule mit dunkler Statue.
Der Servitenorden ließ sich 1689 hier nieder und nutzte die größte ehemalige Moschee von Pest, die Büjük-dzsámi, bevor 1717 eine neue Kirche und 1725 ein Kloster begonnen wurden. Nach dem Tod des Planers János Hölbling vollendete György Pauer die Kirche bis 1732; das Kloster war erst 1772 fertig. Der Beschuss bei der Belagerung von Pest 1849 beschädigte beide Bauten, und József Diescher baute das Kloster 1871–74 mit einer an die Kirche angeglichenen Fassade wieder auf.
Die Kirche heißt auch Servitenkirche, nach dem Orden, der sich 1689 hier niederließ und zunächst die größte der vier Pest er Moscheen, die Büjük-dzsámi, nutzte, bevor er diese Kirche baute. Über dem Eingang stehen Figuren des heiligen Pellegrino, der heiligen Anna, des heiligen Philippus und des heiligen Augustinus; in den Nischen der Fassade stehen weitere Heiligenstatuen.
Die Kirche steht an der Südseite des Szervita tér, ihre Fassade schließt mit der Straßenfront ab; direkt davor erhebt sich die barocke Mariensäule von 1729. Anstelle des früheren Klosters steht heute ein modernes Fernmeldezentrum, das 2018 zu Wohnungen und einem Hotel umgebaut wurde. Im Turm hängen zwei Glocken: eine 230 kg schwere, 1694 von János Nuspichker in Buda gegossene und eine 55 kg schwere von Joseph Seimmer, Pest 1757.
Der 61 Meter hohe Turm birgt zwei Glocken: eine 230 kg schwere, 1694 von János Nuspichker in Buda gegossene und eine 55 kg schwere, 1757 von Joseph Seimmer in Pest gegossene. Das Rundfenster im vierten Geschoss der Fassade trug ursprünglich eine Uhr.
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