Elisabethbrücke, Internationale Brücke in Komárom, Ungarn und Komárno, Slowakei.
Die Elisabethbrücke ist eine Straßenbrücke über die Donau bei Stromkilometer 1767,8 und verbindet Komárom in Ungarn mit Komárno in der Slowakei. Ihr Stahlbau hat vier Öffnungen, die von sichelförmigen Fachwerkträgern mit 102 m Stützweite überspannt werden; die Pfeilerachsen liegen 104 m auseinander. Der Überbau ist 10,8 m breit, mit 5,8 m Fahrbahn und beidseitig 2,5 m breiten Gehwegen. Die Brücke reicht nicht bis ans linke Ufer, sondern beginnt auf der Elisabethinsel.
Die Brücke wurde 1892 während des Austro-Ungarischen Reiches errichtet und markiert die Verbindung zwischen zwei Städten. Nach erheblichen Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 eine grundlegende Rekonstruktion.
Die Brücke ist nach Königin Elisabeth, der Frau Kaiser Franz Josephs, benannt und wurde am 1. September 1892 in Anwesenheit des Königs und Ministerpräsidenten Gyula Szapáry eröffnet. Für Komárno, ein Zentrum der ungarischen Minderheit in der Südslowakei, steht sie zudem für die Verbindung mit Ungarn.
Die Brücke ist für Fahrzeuge zugänglich und bietet eine direkte Route zwischen Ungarn und der Slowakei. Besucher sollten sich bewusst sein, dass es sich um eine internationale Grenzüberquerung handelt und entsprechende Dokumente mitgebracht werden sollten.
Die Brücke ist der älteste teilweise im Originalzustand erhaltene Donauübergang: Nur die beiden äußeren Öffnungen sind original, die beiden mittleren wurden nach ihrer Sprengung durch deutsche Truppen im März 1945 wieder aufgebaut. Pioniere der Roten Armee und tschechoslowakische Firmen stellten sie 1946 unter Verwendung der unversehrten Teile wieder her.
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