Saint Martin Church, Feldebrő, Katholisches Kirchengebäude in Feldebrő, Ungarn.
Die Sankt-Martins-Kirche in Feldebrő ist eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert, ursprünglich ein quadratischer Zentralbau von 20 × 20 Metern mit fünf Schiffen und einem Turm in der Mitte. Um 1200 wurde sie zu einer dreischiffigen, kreuzförmigen Kirche umgebaut, und im 15. Jahrhundert wurde ein gotisches Fenster in die Südfassade eingebrochen. Darunter liegt eine Krypta mit einem 20 Meter langen Schiff und gedrungenen, grob behauenen Säulenbündeln.
Die im 11. Jahrhundert im romanischen Stil erbaute Kirche wurde vermutlich von Aba Samuel gestiftet, der hier nach seinem Tod bestattet wurde. Der erste Bau war ein quadratischer Zentralbau mit fünf Schiffen und einem Turm; um 1200 wurde er zu einer dreischiffigen Kreuzkirche umgebaut. Im 15. Jahrhundert wurden gotische Fenster in die Südfassade gebrochen. Antal Grassalkovich finanzierte 1743 einen großen Umbau, bei dem die Krypta zugemauert und die Mittelsäulen entfernt wurden; 1785 folgten Reparaturen, 1793 beschädigte ein Sturm das Dach.
Die Dorfkirche heißt auch Szent Márton-templom, und ihr Patronatsfest, die Kermesse, fällt auf den 11. November, den Martinstag. Das Bauwerk diente dem Geschlecht Aba als Grabeskirche, und in der Unterkirche wurden Bestattungen vorgenommen. Schriftliche Zeugnisse über den Bau fehlen völlig; Weihe und mittelalterliche Wandmalereien sind die wichtigsten Hinweise auf ihre frühe Nutzung.
Die Krypta erreicht man über eine Treppe; ihr etwa 20 Meter langes Schiff wird von gedrungenen, grob behauenen Säulenbündeln geteilt, die das erhaltene Steingewölbe tragen. Kleine Fenster verbinden sie mit der oberen Kirche. Da die Kirche im Ortszentrum liegt, ist sie zu Fuß leicht zu finden.
Die Fresken der Krypta wurden erst in den 1870er Jahren wiederentdeckt, als Imre Henszlmann den Mittelteil der Unterkirche und ihre bemalten Wände fand. Die 54 Figuren zeigen Christus zwischen Evangelistensymbolen und Engeln in der Ostapsis, Propheten und Apostel im Schiff sowie eine Szene mit Kain und Abel.
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