Tisza-tavi madárrezervátum, Vogelreservat und Ramsar-Gebiet am Theiß-See, Ungarn
Das Vogelschutzgebiet am Tisza-See liegt im Tiszavalki-Becken im Norden des Tisza-Sees, eines durch das Kisköre-Wehr entstandenen Stausees. Seine flachen, teils von Inseln gegliederten Wasserflächen und Röhrichte bieten Graureihern, Nachtreihern, Rallenreihern, Seidenreihern, Löfflern, Schwarzmilanen, Würgfalken, Silberreihern und Kormoranen Nistplätze und Nahrung.
Der Stausee entstand durch die 1973 am Kisköre-Wehr begonnene Aufstauung, die ursprünglich in drei Phasen geplant war; die letzte Phase wurde aufgegeben, wodurch große Flachwasserflächen und Inseln zurückblieben. Diese Bedingungen zogen Wasservögel an, und das nördliche Tiszavalki-Becken wurde zu einem streng geschützten Reservat, das später in die Ramsar-Liste aufgenommen und Teil des UNESCO-Welterbes des Hortobágy-Nationalparks wurde.
Das Gebiet liegt im Becken von Tiszavalki und gehört zum Nationalpark Hortobágy, einem UNESCO-Welterbe, und ist nach der Ramsar-Konvention gelistet. Von Poroszló und Sarud starten Boots- und Kanutouren, und an wichtigen Stellen stehen Vogelbeobachtungshütten bereit, von denen aus Graureiher, Nachtreiher, Rallenreiher, Seidenreiher, Löffler, Schwarzmilan, Würgfalke, Silberreiher und Kormoran zu sehen sind.
Um das Reservat zu erkunden, benötigen Besucher ein Boot, das von mehreren Orten am See abfahren kann. Motorboote dürfen nur in bestimmten äußeren Bereichen fahren, während Paddel- und Ruderboote die inneren Teile des Schutzgebiets erreichen können.
Das Reservat ist bekannt für die großen Kolonien von Graureihern, Löffelreihern und Kormoranen, die ihre Nester in den Bäumen bauen, die aus dem Wasser ragen. Diese Ansammlung von brütenden Vögeln an einem Ort ist selten und macht das Gebiet zu einem besonderen Beobachtungspunkt.
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