Kőröshegyi völgyhíd, Straßenbrücke am Balaton, Ungarn
Der Kőröshegy-Viadukt ist eine Spannbeton-Straßenbrücke, die die Autobahn M7 zwischen Zamárdi und Balatonszárszó südlich des Balatons über das Kőrös-Tal führt. Der flache Überbau ist 1872 Meter lang und ruht auf sechzehn hohlen Pfeilern von 17,7 bis 79,7 Metern Höhe; der höchste Punkt liegt 88 Meter über dem Boden.
Die Planung des Abschnitts Zamárdi–Balatonszárszó der Autobahn M7 reicht in die 1970er Jahre zurück; eine Studie von UVATERV von 1991 schlug drei Trassen vor, und die Variante mit der Talbrücke wurde 1996 von den Anwohnern angenommen. Umwelt- und Forsteinwände verzögerten die Genehmigungen bis 2000, und die Umweltgenehmigung wurde am 8. April 2002 erteilt. Die Talbrücke wurde zwischen 2004 und 2007 gebaut und am 8. August 2007 für den Verkehr freigegeben.
Die Brücke trägt den Namen des Dorfes Kőröshegy, das direkt südlich ihrer Spannweite liegt. Mit 1872 Metern ist sie Ungarns längste Brücke und eine der längsten Talbrücken Mitteleuropas, was Ungarn bei der Fahrt auf der M7 oft erwähnen. Das Bauwerk kommt ohne Dehnfugen im Überbau aus.
Das Bauwerk dient ausschließlich dem Autobahnverkehr und Fußgänger haben keinen Zugang zur Fahrbahn. Wer die Höhe und Ausdehnung von unten betrachten möchte, findet Feldwege im Tal darunter.
Drei Betonwerke lieferten während der Bauzeit insgesamt 180.000 Kubikmeter Material, wobei eines direkt neben der Baustelle stand. Aufzüge in ausgewählten Pfeilern ermöglichen Wartungsteams den Zugang zur gesamten Höhe der Konstruktion.
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