Vas-hegy, Geografische Kleinregion im Komitat Vas, Ungarn
Vas-hegy ist ein niedriges Gebirge am Westrand des Komitats Vas, das bei Felsőcsatár von der Pinka-Schlucht durchschnitten wird. Seine ältesten Gesteine sind devonischer Dolomit und Kalkstein, wobei bei Vaskeresztes Kalksteinblöcke in Phyllit eingefaltet sind. Das Gebirge erstreckt sich beiderseits der ungarisch-österreichischen Grenze und gehört zum Weinbaugebiet Sopron.
Die Römer bauten hier Stein ab und bestatteten ihre Toten an den Hängen. Weinbau und Wein machten den Höhenzug später bekannt; heute gehört er zum Weinbaugebiet Sopron. Der Vertrag von Trianon teilte den Berg 1920 zwischen Ungarn und Österreich; nach 1989 wurde die Infrastruktur ausgebaut, und der Schengen-Beitritt stellte seine Einheit wieder her.
Lokale Winzer schenken ihre eigenen Flaschen in Buschenschank genannten Kellern aus, eine Tradition, die beiderseits der Grenze weiterlebt. Hunderte Keller in Csejke, Felsőcsatár und Vaskeresztes stehen unter lokalem Schutz, und die mittelalterlichen Ursprungs stammende Marienkapelle in Felsőcsatár ist ein restauriertes Baudenkmal. Kékfrankos, Zweigelt und Pinot Noir überwiegen; in Vaskeresztes gibt es zudem eine Abfüllanlage und eine Schnapsbrennerei.
Die Gegend ist über die Landstraße 89 in Richtung Narda oder über die nördliche Route 8714 ab Pornóapáti erreichbar. Vor dem Besuch sollte man sich bei lokalen Fremdenverkehrsstellen über Wanderwege und mögliche Zufahrtsbeschränkungen in der Schlucht informieren.
Das größte gemessene Hochwasser der Pinka wurde am 22. April 1965 dort verzeichnet, wo der Fluss bei Felsőcsatár das Gebirge durchbricht. Die Pinka entwässert vor dem Eintritt in die Schlucht ein Einzugsgebiet von 696 km². Eine Mühle am Abschnitt bei Felsőcsatár, im 16. Jahrhundert erbaut, erzeugte ab 1927 Strom.
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