Grenze zwischen Ungarn und Rumänien, trennt die Staatsgebiete von Ungarn und Rumänien
Die Grenze zwischen Ungarn und Rumänien ist eine internationale Landgrenze, die sich über rund 448 Kilometer von Nord nach Süd erstreckt und dabei mehrere offizielle Übergangspunkte umfasst. Die Linie verläuft größtenteils durch das flache Pannonische Becken und wird stellenweise durch den Fluss Mureș markiert, während Grenzsteine den genauen Verlauf der Grenze anzeigen.
Diese Grenze wurde 1920 durch den Vertrag von Trianon nach dem Ersten Weltkrieg festgelegt, als die internationale Gemeinschaft Ungarn neu abgrenzte und Siebenbürgen an Rumänien abtrat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Grenzverlauf bestätigt und ist seitdem unverändert geblieben.
Entlang dieser Grenze gibt es Gemeinden, in denen Ungarisch und Rumänisch gleichzeitig gesprochen werden, manchmal sogar innerhalb derselben Familie. An den Übergängen sieht man Menschen, die regelmäßig von einer Seite zur anderen wechseln, um einzukaufen, zu arbeiten oder Verwandte zu besuchen.
Rumänien gehört noch nicht vollständig dem Schengen-Raum an, weshalb bei der Einreise nach Rumänien aus Ungarn je nach Reisedokument Kontrollen stattfinden können. Es empfiehlt sich, an den weniger frequentierten Übergängen zu fahren und Stoßzeiten wie Wochenenden und Feiertage zu meiden.
Obwohl der Vertrag von Trianon die Grenze festlegte, verlief die endgültige Linie nicht immer genau entlang der vorgeschlagenen ethnischen Grenzen, was dazu führte, dass auf beiden Seiten große ungarischsprachige Gemeinschaften zurückblieben. Diese Situation ist noch heute spürbar in der Zweisprachigkeit vieler Grenzorte auf rumänischer Seite.
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