Szeleta-Höhle, Archäologische Höhlenstätte in Lillafüred, Ungarn.
Die Szeleta-Höhle ist ein Kalksteinhöhle bei Lillafüred mit mehreren Gängen und Kammern. Der Hauptgang öffnet sich zu einem großen Hohlraum, in dem Forscher über Jahrzehnte hinweg Schichten aus der Urzeit freilegten.
Die Höhle wurde 1906 von Otto Herman und Ottokar Kadić systematisch untersucht und markierte den Beginn der modernen Höhlenarchäologie in Ungarn. Die Funde stammen aus einer Zeit vor etwa 44.000 Jahren und zeigen Übergangsformen zwischen älteren und neueren Menschenformen.
Die Stätte gab der Szeletien-Kultur ihren Namen und repräsentiert eine Übergangszeit zwischen dem mittleren und oberen Paläolithikum von 44.000 bis 40.000 Jahren.
Von der Bahnstation Lillafüred führt ein gekennzeichneter Wanderweg hinauf zur Höhle, der etwa eine halbe Stunde dauert. Der Weg ist das ganze Jahr über begehbar und führt durch das hügelige Gelände dieser Region.
Eine schwarze Linie an der Höhlenwand zeigt die ursprüngliche Sedimentoberfläche von Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Markierung hilft Besuchern, die Tiefe der archäologischen Ausgrabungen zu verstehen.
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