Hámori Lake, See in Ungarn
Der Hámori-See ist ein kleiner Stausee in Miskolc, umgeben von Bäumen und mit Wegen an seinem Ufer, die zum Spazieren einladen. Das Wasser dient als Reservoir für die Wasserversorgung der Region und beherbergt kleine Boote sowie Enten und andere Wassertiere.
Der See wurde angelegt, um das Eisenwerk von Újmassa mit Wasser zu versorgen: Die ersten Vermessungen für den Damm erfolgten 1799, der Großteil der Arbeiten war 1813 abgeschlossen, die endgültige Fertigstellung wird um 1815 datiert. Der Kammeringenieur Anton Seidl entwarf den Damm, der aus zwischen Flechtwerk gestampftem Lehm auf Dolomitfundament besteht. 1925–1929 wurde die Szinva für das Palotaszálló umgeleitet, wodurch die Wasserversorgung des Sees zurückging.
Der Name des Sees stammt vom deutschen Wort Teich; die Einheimischen nannten ihn früher Taj, und ein Artikel von 1861 in Vasárnapi Ujság bezeichnete ihn als Diósgyőrer See. Ab 1956 ließ die Miskolci Fürdővállalat das Bootfahren auf einem Teil des Wassers wieder aufnehmen, und Jahrzehnte nach 1945 fanden jährlich Boots- und Kajakrennen statt.
Am Südufer verläuft ein Wanderweg mit kleinen Rastplätzen, und auf etwa der Hälfte des Sees kann man Boote mieten; der Tretbootverleih wurde von der Bogenbrücke Görbe híd der Schmalspurbahn zum Palotaszálló verlegt. Den See erreicht man mit der Lillafüredi Állami Erdei Vasút, Ausstieg an der Station Lillafüred und weiter nach Norden, oder mit Bus 5 an der Kleinbahnstation und Bus 15 direkt am See.
Die durchschnittliche Tiefe des Sees beträgt neun Meter und ist damit größer als die des Balaton. 1932 wurde ein schwimmendes Strandbad im Wasser angelegt, das später auf Pfählen befestigt wurde. 1932–33 wurde der Damm mit in Zement gesetztem Stein neu verkleidet, 1951 wurde der See für neue Grundablässe abgelassen.
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