Labyrinth of Buda Castle, Höhlensystem und Tunnelnetz unter dem Burgberg, Budapest, Ungarn
Das Labyrinth der Budaer Burg ist ein 3,3 km langes System aus Gängen und Kammern etwa 12 Meter unter dem Burgberg, das von Thermalquellen im Kalkstein und Mergel ausgewaschen und später mit Hauskellern und Brunnen verbunden wurde. Zu den Eingängen gehören Úri utca 9, Lovas út 4/A–C und Dísz tér 1–2. Eine gelbe Fassade mit einem grauen Steinbogen und der Inschrift LABIRINTUS rahmt dunkelgrüne Doppeltüren; im Inneren zeigt ein Felstunnel verblasste rötliche Malereien eines Pferdes und eines gehörnten Tieres.
Die Gänge entstanden über viele Jahrhunderte hinweg und dienten verschiedenen Zwecken, von Kellerlagerung bis zur Gefangenschaft. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Labyrinth als Schutzraum genutzt, nachdem es in früheren Zeiten bereits als Gefängnis und für militärische Zwecke gedient hatte.
Ab 1984 gab es in den Gängen ein Panoptikum, und ab 1997 beherbergte die Höhle auf 4000 Quadratmetern Ausstellungen und Werkstätten, mit Literatur-, Philosophie-, Kunst-, Film- und Musikprogrammen zum Labyrinththema. 1986 wurde hier die Folge Panoptikum der Fernsehserie Linda gedreht.
Besucher sollten robustes Schuhwerk für rutschige Oberflächen tragen und sich auf wechselnde Lichtverhältnisse vorbereiten. Es ist ratsam, Bargeld mitzubringen und ausreichend Zeit einzuplanen, um die verschiedenen Abschnitte ohne Hektik zu erkunden.
Die Höhlengänge wurden vor 350.000 Jahren von prähistorischen Menschen genutzt, wie Werkzeuge und Knochenfunde zeigen. 1935 wurde ein Teil der Höhlen mit Ausstellungen der dort gefundenen Knochen für Besucher geöffnet. Ab 1939 wurde in den Gängen das Chirurgische Notkrankenhaus von Székesfőváros errichtet, das im Februar 1944 eröffnete.
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