Lubang Jeriji Saléh, Prähistorische Höhlenkunststätte in Ost-Kalimantan, Indonesien.
Lubang Jeriji Saléh ist eine Kalksteinhöhle im Sangkulirang-Mangkalihat-Karstgebiet in Ostkalimantan, Indonesien, die prähistorische Malereien an ihren Wänden bewahrt. Die Höhle erstreckt sich über mehrere miteinander verbundene Kammern, in denen mehr als dreihundert Handabdrücke und etwa zwanzig Tierfiguren verteilt sind.
Die ältesten Malereien in der Höhle entstanden vor etwa vierzigtausend Jahren, als Menschen begannen, Tiere mit rotem Oxidpigment darzustellen. Später kamen Handabdrücke und schließlich geometrische Muster hinzu, die einen Wandel in der künstlerischen Ausdrucksweise über Jahrtausende dokumentieren.
Die Höhle zeigt Handabdrücke, die direkt auf den Felsen gedrückt wurden, bevor die Künstler sie mit Farbstoff umrandeten. Diese Technik erzeugt eine unmittelbare Verbindung zu den Menschen, die hier vor Jahrtausenden lebten und ihre Spuren hinterließen.
Der Zugang zur Höhle führt durch dichten Regenwald und erfordert das Erklimmen steiler Hänge, sodass festes Schuhwerk und ausreichend Wasser notwendig sind. Ein lokaler Führer kennt den Weg und kann die Malereien erklären, was den Besuch sicherer und informativer macht.
Die Tierfigur eines Wildrindes an der Höhlenwand gilt als das älteste bekannte figürliche Kunstwerk der Menschheit. Diese Entdeckung verschob das Verständnis darüber, wann und wo Menschen begannen, die Welt um sie herum in Bildern festzuhalten.
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