Givat HaMoreh, Gipfel und Hügel im Norden Israels.
Givat HaMoreh ist ein Hügel im Norden Israels, der sich über das Jesreeltal erhebt und an klaren Tagen freie Sicht auf den Berg Tabor und die galiläischen Ebenen bietet. Der Hügel ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und verfügt über mehrere markierte Wanderwege, die verschiedene Höhenzonen miteinander verbinden.
Der Hügel Moreh wird in der hebräischen Bibel dreimal genannt: Genesis 12:6, Deuteronomium 11:30 und Richter 7:1, wobei die letzte Stelle das Lager Gideons vor der Schlacht gegen die Midianiter beschreibt. Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde der Name ins Koine-Griechische als Gabaath Amora übertragen. Mittelalterliche christliche Pilger nannten ihn im Anschluss an Psalm 89 wegen der Nähe zum Berg Tabor Kleiner Hermon. Sein arabischer Name Jebel ed-Dahi stammt vom Maqam des Dihya al-Kalbi auf dem Gipfel.
An der Kuppe steht ein muslimisches Heiligtum mit dem Grab eines Heiligen aus dem 7. Jahrhundert, das von Pilgern aus der ganzen Region besucht wird. Wer den Aufstieg macht, begegnet dort einem lebendigen Ort der Andacht, der bis heute regelmäßig aufgesucht wird.
Der Gipfel ist über die Straße durch das Afulaer Viertel Givat HaMoreh erreichbar; oben steht ein Aussichtsturm aus Basaltstein mit Blick über die Jesreel-Ebene. Auf dem Hügel liegt ein betriebener Erholungsbereich mit Parkplatz und Freizeiteinrichtungen. Schnee auf dem Gipfel ist selten, doch im Winter 1991–1992 lagen über 50 cm.
Die Nazareth-Iris ist nur in einem kleinen Gebiet Israels heimisch, und auf diesem Hügel wächst eine große Population. Etwa 530 Dunam von Givat HaMoreh sind ein Naturschutzgebiet, das eingerichtet wurde, um die Art zu schützen.
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