Schrein des Bab, Religiöser Schrein am Berg Karmel, Haifa, Israel
Die kuppelgekrönte Struktur erhebt sich auf einem achteckigen Fundament mit achtzehn Fenstern und aufwendiger Kachelarbeit über der Mittelmeerküste. Die verwendeten Materialien umfassen italienischen Kalkstein und persische Fliesen in verschiedenen Farben. Das Innere beherbergt einen schlichten Grabschrein, umgeben von Gebetsräumen mit kunstvollen Teppichen und Kalligrafien. Neun konzentrische Kreise bilden das architektonische Grundprinzip der Anlage.
Nach der Standortbestimmung durch Baháʼu'lláh im Jahr 1891 begannen die Bauarbeiten 1904 unter der Aufsicht von Abdu'l-Bahá. Der Architekt William Sutherland Maxwell entwarf die Struktur im klassizistischen Stil und vollendete sie 1953. Die sterblichen Überreste des Báb wurden 1909 aus Persien hierher überführt. Zwischen 1990 und 2001 entstanden die umgebenden Gartenanlagen unter der Leitung des iranischen Architekten Fariborz Sahba.
Das Heiligtum bildet den bedeutendsten Wallfahrtsort für Angehörige des Bahaitums und beherbergt die sterblichen Überreste des Báb, der als Vorläufer ihrer Religion gilt. Tausende Gläubige reisen jährlich hierher, um zu beten und die spirituelle Bedeutung dieser Stätte zu erfahren. Die Anlage repräsentiert ein zentrales Symbol ihrer Glaubensgemeinschaft.
Die Anlage ist dienstags bis sonntags von 09:00 bis 12:00 Uhr für Besucher geöffnet, montags bleibt sie geschlossen. Führungen in mehreren Sprachen können über die offizielle Website im Voraus gebucht werden. Besucher müssen angemessene Kleidung tragen, die Schultern und Knie bedeckt. Der Zugang zu den Gärten ist kostenlos, Parkplätze befinden sich in der Nähe der Einfahrt. Die nächste Bushaltestelle liegt 400 Meter entfernt an der Ben Gurion Avenue.
Neunzehn terrassenförmig angelegte Gärten erstrecken sich vom Heiligtum den Berg Karmel hinunter und bilden geometrische Muster, die über die gesamte Stadtlandschaft Haifas sichtbar sind. Jede Terrasse repräsentiert einen der ersten neunzehn Anhänger des Báb. Die Zahl Neunzehn besitzt im Bahaitum besondere symbolische Bedeutung. Über 150 Gärtner pflegen täglich die Anlage mit Pflanzen aus fünf Kontinenten.
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