Halle der Erinnerung, Holocaust-Gedenkstätte in Yad Vashem, Jerusalem, Israel
Das Ohel Yizkor ist ein quadratisches Bauwerk mit Wänden aus Basaltsteinen aus dem Beit She'an-Tal und einem Betondach in Pyramidenform, das natürliches Licht durch Spalten an den Rändern hereinlässt. Im Inneren führt eine erhöhte Betonbrücke Besucher über den zentralen Raum, der von den Steinwänden eng umschlossen wirkt.
Das Denkmal entstand 1957 durch die Arbeit von Architekten, die sich von dem italienischen Memorial Fosse Ardeatine inspirieren ließen. Es wurde als Ort für nationale Zeremonien und offizielle Besuche entworfen und markiert einen Wendepunkt in der Gestaltung von Gedenkstätten.
Der Fußboden zeigt einundzwanzig eingravierte Namen von Konzentrations- und Vernichtungslagern, über die Besucher gehen. Diese Namen erinnern an Orte der Vergangenheit, die Besucher unmittelbar unter ihren Füßen spüren können.
Besucher betreten das Denkmal über eine schmale erhöhte Brücke, daher sind gute Balancefähigkeiten oder flache Schuhe ratsam. Der Raum ist klein und intim, sodass es am besten ist, ihn langsam zu erkunden und Zeit für Reflexion zu geben.
In einer schwarzen Marmorplatte unter dem Dach ruhen Asche und Überreste aus verschiedenen Konzentrationslagern, die 1961 während der feierlichen Einführung dorthin überführt wurden. Diese stille Ruhestätte macht das Denkmal zu einem Ort, an dem physische Überreste und Erinnerung zusammentreffen.
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