Waldgebiet von Umm ar-Rihan, Naturschutzgebiet und geschützter Wald im nördlichen Westjordanland bei Jenin
Das Waldgebiet von Umm ar-Rihan ist ein geschütztes Waldareal im Norden des Westjordanlands, nordwestlich von Jenin nahe der Grünen Linie und dem Dorf Umm ar-Rihan. Dichte Bestände aus Eichen, Terpentinpistazien und Johannisbrotbäumen bedecken Hügelland bis 412 Meter über dem Meer, mit zwei kleinen saisonalen Teichen, einer neben dem Försterhaus.
Der Wald erhielt 1991 seinen offiziellen Schutzstatus, was die Erhaltung dieses Naturraums für künftige Generationen sicherte. Später wurde er als Teil eines größeren Gebiets auf die UNESCO-Tentativliste des Welterbes aufgenommen.
Der Wald ist nach Umm ar-Rihan benannt, dem angrenzenden palästinensischen Dorf, dessen Name „Mutter des Basilikums“ bedeutet. Das Dorf entstand im späten 19. Jahrhundert als saisonale landwirtschaftliche Siedlung des Dorfes Yabed und ist seit 1922 ständig bewohnt. Die Köhlerei war lange ein lokales Gewerbe; die nahe Stadt Umm al-Fahm, „Mutter der Kohle“, trägt daher ihren Namen.
Das Gebiet ist über markierte Wanderwege zugänglich, die durch Wald und offenes Gelände führen. Festes Schuhwerk und genügend Wasser sind empfehlenswert, insbesondere in den Sommermonaten, wenn es heiß und trocken sein kann.
Der Wald überlebte, weil sein steiniger Boden für den Ackerbau ungeeignet und für die Viehhaltung zu weit von den Dörfern entfernt lag; Weidegang und Holzfällen wurden verboten und in seiner Mitte ein Försterhaus errichtet. 2012 setzte die palästinensische Delegation bei der UNESCO das Waldgebiet auf die Tentativliste des Welterbes.
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