Tel Yavne, Archäologische Stätte in Yavne, Israel
Tel Yavne ist eine archäologische Fundstätte von etwa 155 Dunam in der südlichen Küstenebene, südlich der Stadt Yavne, begrenzt von der Straße 42 im Westen, der Straße 410 im Norden und der Bahnlinie Rechovot–Aschdod im Süden und Osten. Auf der Kuppe stehen die Reste einer Kreuzfahrerfestung namens Ibelin, die König Fulko von Anjou um 1140 errichten ließ, sowie ein mamlukisches Minarett mit einer Weiheinschrift von 1337, dem auffälligsten Bauwerk des Hügels.
Nach der Eroberung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. gründete Rabbi Yohanan Ben Zakkai hier mit Genehmigung des römischen Kaisers Vespasian ein Zentrum für jüdisches Lernen. Dieser Ort wurde zu einem wichtigen Ort der Kontinuität für die jüdische Tradition nach dem Fall des Tempels.
Der arabische Name des mamlukischen Minaretts, des auffälligsten Bauwerks auf dem Tell, erinnert an das Dorf Yibna, das hier lag; seine Nordseite trägt eine Widmungsinschrift von 1337. 2010 wurde das Minarett von der Stadtverwaltung Yavne und der Israelischen Altertumsbehörde für 417.000 Schekel restauriert, mit Ergänzung fehlender Steine und Entfernung von Graffiti.
Tel Yavne liegt südlich der Stadt Yavne, begrenzt von der Straße 42 im Westen, der Straße 410 im Norden und der Bahnstrecke Rehovot–Ashdod im Süden und Osten. Der Tell umfasst etwa 155 Dunam, und das mamlukische Minarett steht auf seiner Kuppe nördlich der Moscheereste. Ein archäologischer Park ist für das Gelände geplant.
Ausgrabungen haben hier die größten Überreste einer alten Weinerei aus der byzantinischen Zeit in der Region enthüllt. Diese Entdeckung zeigt, wie wichtig die Weinproduktion für die damalige Wirtschaft und das tägliche Leben war.
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