Goa, Küstenstaat im Südwesten Indiens
Goa liegt an der Küste des Arabischen Meeres mit sandigen Stränden, Flussmündungen und bewaldeten Plateaus, die zu den Gebirgszügen der Westghats aufsteigen. Die gesamte Fläche ist geprägt von Flüssen, die von Osten nach Westen durch niedrige Hügel und Reisfelder fließen, bevor sie ins Meer münden.
Die portugiesische Krone eroberte diese Küste Anfang des 16. Jahrhunderts und hielt sie über viereinhalb Jahrhunderte, während ringsum britische Kolonialherrschaft vorrückte. Indien annektierte das Territorium 1961, woraufhin es 1987 den Status eines Bundesstaates erhielt.
Über hundert Sakralbauten zeigen, wie tief der portugiesische Katholizismus hier verwurzelt ist, wobei viele Dorfkirchen heute noch tägliche Gottesdienste abhalten und von Gemeindemitgliedern instandgehalten werden. Familien pflegen portugiesische Nachnamen und Architekturformen, während Märkte frischen Fisch, Kokosnuss und Chili anbieten, die zusammen die Basis der lokalen Küche bilden.
Der nördliche Bereich zieht Reisende an, die belebte Strände und Nachtleben suchen, während der Süden ruhigere Buchten und kleinere Fischerorte bietet. Ein internationaler Flughafen und die Eisenbahnlinie Konkan Railway verbinden das Gebiet mit anderen Teilen Indiens.
Die Verarbeitung von Cashewnüssen ist weit verbreitet, wobei Familien die Kerne rösten und verkaufen, während Brennereien aus den Cashewäpfeln oder Kokospalmensaft Feni herstellen, ein Destillat, das in keiner anderen Region Indiens produziert wird. Kleine Betriebe folgen traditionellen Fermentations- und Destillationsmethoden, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.