Westghats, Gebirgskette im Südwesten Indiens
Die Bergkette erstreckt sich entlang der Südwestküste des Subkontinents und bildet eine durchgehende Barriere zwischen der Küstenebene und dem Hochland dahinter. Dichte Wälder bedecken die Westhänge, während die Ostseite trockener ist und sanfter ins Inland abfällt.
Die Berge entstanden vor mehr als 150 Millionen Jahren, als sich Landmassen voneinander lösten und die Form des heutigen Subkontinents prägten. Später errichteten Fürstentümer und Reiche Festungen auf den Gipfeln, um Handelswege zu kontrollieren und Invasoren abzuwehren.
Bergvölker pflanzen Kardamom, Pfeffer und Kaffee auf Terrassen, die seit Generationen in die Hänge geschnitten wurden. Wanderer begegnen oft kleinen Tempeln am Wegesrand, wo Einheimische Räucherstäbchen anzünden und Kokosnüsse als Opfergaben niederlegen.
Mehrere Schutzgebiete liegen entlang der Bergkette und bieten Zugang zu Wanderwegen, Aussichtspunkten und Wildbeobachtungsmöglichkeiten. Reisende sollten wetterfeste Kleidung mitbringen, da sich die Bedingungen schnell ändern und heftige Regenfälle häufig sind.
Die steilen Westhänge fangen feuchte Luftmassen ab und erzeugen Nebel und Dauerregen, während nur wenige Kilometer weiter östlich trockene Luft herrscht. Diese extreme Wetterdifferenz ermöglicht das Nebeneinander völlig unterschiedlicher Lebensräume auf engem Raum.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.