Eiserne Säule, Siegessäule im Qutb-Komplex, Bezirk Süd-Delhi, Indien.
Der eiserne Pfeiler von Delhi ist eine freistehende Säule aus Eisen im Qutb-Minar-Komplex in Süd-Delhi, die mehr als sieben Meter hoch ist und über sechs Tonnen wiegt. An ihrer Spitze trägt sie eine Inschrift in Sanskrit und einen dekorativen Abschluss, der einst wohl eine Statue oder ein Emblem trug.
Eine Inschrift auf der Säule nennt König Chandra, den Historiker mit Chandragupta dem Zweiten identifizieren, einem Herrscher des Gupta-Reichs im vierten Jahrhundert. Später wurde die Säule hierher gebracht und in den Innenhof der ersten großen Moschee Nordindiens gestellt.
Gläubige und Besucher nähern sich der Säule oft mit Ehrfurcht, manche versuchen mit dem Rücken daran zu stehen und die Arme darum zu legen, ein Brauch der Glück bringen soll. Diese Geste hat sich über Generationen erhalten und zeigt die lebendige Verbindung zwischen Verehrung und Volkstradition an diesem Ort.
Die Säule steht frei zugänglich im Innenhof und kann von allen Seiten betrachtet werden, auch wenn man sie heute nicht mehr berühren darf. Die Umgebung ist meist gut besucht, daher empfiehlt sich ein ruhiger Moment am frühen Morgen oder späten Nachmittag.
Das Metall widersteht seit über anderthalb Jahrtausenden dem Monsunklima ohne zu rosten, ein Phänomen das Wissenschaftler auf eine dünne Schutzschicht aus Phosphatverbindungen zurückführen. Diese natürliche Patina entstand durch die Art der Schmiedetechnik und die Zusammensetzung des verwendeten Eisens.
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