Periyar-Nationalpark, Nationalpark in Kerala, Indien
Das Periyar National Park ist ein Schutzgebiet in Kerala, Indien, das sich über bewaldete Hügel und einen künstlichen Stausee erstreckt. Das Gebiet liegt in den Kardamom-Bergen der Westghats und umfasst Regenwaldtäler, Graslandschaften auf Hochebenen sowie Ufervegetation entlang des Gewässers.
Das Waldgebiet war ab Ende des 19. Jahrhunderts königliches Jagdrevier und wurde 1950 offiziell als Wildschutzgebiet ausgewiesen. In den späten 1970er Jahren trat die Fläche dem landesweiten Tigerschutzprogramm bei und erweiterte dadurch den Schutzstatus für gefährdete Großkatzen.
Der Name leitet sich vom gleichnamigen Fluss ab, der durch den Park fließt und von lokalen Gemeinschaften seit Jahrhunderten verehrt wird. Besucher können auf Waldpfaden traditionelle Gewürzplantagen am Rand des Schutzgebiets erkennen, die von Familien bewirtschaftet werden, deren Vorfahren bereits vor der Parkgründung hier lebten.
Bootsfahrten auf dem See und geführte Wanderungen sind zwischen Oktober und Juni bei günstigem Wetter möglich, wobei frühe Morgenstunden bessere Tierbeobachtungen ermöglichen. Besucher sollten feste Schuhe und Ferngläser mitbringen, da Wege teilweise uneben sind und Tiere meist aus einiger Entfernung gesichtet werden.
Der Stausee entstand durch eine Talsperre, die bereits 1895 fertiggestellt wurde und damit zu den ältesten ihrer Art in Südindien zählt. Das Gewässer erreicht während der Monsunzeit seinen höchsten Wasserstand und verändert dadurch jährlich die Uferlandschaft, was neue Lebensräume für Wasservögel schafft.
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