Badaun, Historische Siedlung im Bezirk Budaun, Indien.
Budaun ist eine Stadt im Distrikt Budaun in Uttar Pradesh, die sich auf 164 Metern Höhe im nördlichen Flachland Indiens erstreckt. Die Straßen führen durch Wohnviertel mit mehrstöckigen Häusern, kleinen Läden und offenen Plätzen, an denen sich Marktstände und öffentliche Einrichtungen verteilen.
Die Siedlung stand ab dem späten 12. Jahrhundert unter der Herrschaft des Ghuridenreiches und wechselte 1206 zum Sultanat von Delhi. Diese islamischen Dynastien prägten Architektur und Verwaltung bis zur Eroberung durch die Mogulherrscher im 16. Jahrhundert.
Die Stadt trägt ihren Namen seit den mittelalterlichen islamischen Herrschern und pflegt bis heute eine lebendige Tradition der Urdu-Dichtung. Viele Einwohner sprechen neben Hindi auch Urdu im Alltag, was sich in Kalligraphien an öffentlichen Gebäuden und in den Buchläden rund um die Marktstraßen zeigt.
Die Straßen sind am frühen Morgen oder späten Nachmittag ruhiger, wenn die Märkte weniger gedrängt sind und das Tageslicht günstig zum Erkunden ist. Wer zu Fuß unterwegs ist, findet im Zentrum alle wichtigen Einrichtungen in kurzer Entfernung.
Der Ort liegt in der Rohilkhand-Region, einem Gebiet, das jahrhundertelang als Verbindung zwischen den Bergregionen im Norden und den Ebenen des Ganges diente. Diese Lage machte die Stadt zu einem Knotenpunkt für Handelsrouten und kulturellen Austausch über verschiedene Herrschaftsperioden hinweg.
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