Kushinagar, Buddhistische Pilgerstadt in Uttar Pradesh, Indien
Kushinagar ist eine buddhistische Pilgerstadt im Distrikt Kushinagar, im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh, wo sich mehrere wichtige Tempel und Gedenkstätten auf engem Raum befinden. Das Ortszentrum liegt um den Haupttempel herum, von dem aus sich kleinere Straßen durch Felder und Baumgruppen zu weiteren religiösen Anlagen erstrecken.
Archäologische Grabungen ab 1861 bestätigten, dass der Ort zu jenen vier heiligen Stätten gehört, die mit dem Leben des Buddha verbunden sind und nach 483 v. Chr. in den Schriften erwähnt wurden. Die Stätte geriet über Jahrhunderte in Vergessenheit, bevor britische und indische Forscher im 19. Jahrhundert Säulen und Fundamente wiederentdeckten.
Der Name der Stadt kommt von Kusa, jenem Gras, das in früheren Zeiten die Umgebung bedeckte und in religiösen Erzählungen oft genannt wird. Pilger aus Myanmar, Thailand, Japan und Sri Lanka finden sich hier ein und füllen die Tempel mit Gesängen, während Mönche in ihren orangefarbenen Roben durch die Gassen gehen.
Das Zentrum lässt sich leicht zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Tempel und Gedenkstätten nah beieinander liegen und gut ausgeschildert sind. Die beste Besuchszeit fällt in die kühleren Monate von Oktober bis März, wenn die Hitze nachlässt und die Außenbereiche angenehm begehbar sind.
Ein großer Baum neben dem Tempel soll ein direkter Nachkomme jenes Baumes sein, unter dem der historische Moment stattgefunden haben soll. Viele Besucher lassen sich am Fuß des Stammes nieder, um zu meditieren oder einfach nur zu sitzen und die Stille zu spüren.
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