Tharangambadi, Koloniale Festungsstadt an der Koromandelküste, Indien
Tharangambadi ist eine Kleinstadt am Golf von Bengalen im Bundesstaat Tamil Nadu in Südindien. Die Straßen verlaufen parallel zur Küstenlinie und führen an kolonialzeitlichen Gebäuden, Wohnvierteln und mehreren Kirchen vorbei.
Händler aus Dänemark gründeten 1620 einen Handelsstützpunkt an dieser Küste und errichteten das Fort Dansborg als Zentrum ihrer Aktivitäten. Die Siedlung blieb bis 1845 unter dänischer Verwaltung und wurde dann an die Briten verkauft.
Der Name der Ortschaft stammt vom tamilischen Wort für »Ort der singenden Wellen« und bezieht sich auf das Rauschen der Brandung am Strand. Einheimische nutzen die schmalen Gassen zwischen den alten Handelsgebäuden und den Wohnhäusern für den täglichen Gang zum Markt oder zu den Tempeln.
Die meisten Besucher erreichen den Ort über Straßenverbindungen aus dem etwa 280 Kilometer südlich gelegenen Chennai oder aus kleineren Städten in Tamil Nadu. Das Museum im Fort ist in den Vormittags- und Nachmittagsstunden geöffnet, und die Kirchen können außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigt werden.
Eine kleine Gedenktafel in der Nähe des Tores erinnert daran, dass hier die erste Bibel in tamilischer Sprache entstand. Der Druck erfolgte in einer Werkstatt innerhalb der Mauern des Forts, wo Missionare und einheimische Handwerker gemeinsam arbeiteten.
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