Nikobaren, Inselgruppe im Golf von Bengalen, Indien
Die Nikobareninseln sind eine Inselgruppe in Indien, die sich über etwa 300 Kilometer im östlichen Teil des Indischen Ozeans erstreckt und aus 12 bewohnten sowie 24 unbewohnten Inseln besteht. Die größte Insel Car Nicobar liegt im Norden der Gruppe, während die südlicheren Inseln wie Katchal und Great Nicobar dichter bewaldet sind und größere Landflächen aufweisen.
Dänische Händler gründeten im 18. Jahrhundert eine Kolonie auf den Inseln, die jedoch nach wiederholten Konflikten mit den Einheimischen aufgegeben wurde. Nach der Annexion durch die britische Krone wurden die Inseln Teil der Strafkolonie für indische Gefangene, bevor sie 1947 an den neuen indischen Staat übergingen.
Die Nikobaresen leben überwiegend in Stelzenhäusern aus Bambus und Palmholz, die zum Schutz vor Fluten und Tieren erhöht stehen. In vielen Dörfern sieht man handgefertigte Auslegerkanus am Strand, die noch immer für den Fischfang genutzt werden.
Der Besuch erfordert eine Sondergenehmigung der indischen Regierung, die mehrere Wochen im Voraus beantragt werden sollte. Einige Inseln bleiben für Besucher vollständig gesperrt, und selbst in zugänglichen Gebieten gelten strikte Aufenthaltsbeschränkungen zum Schutz der indigenen Gemeinschaften.
Die Kokosnuss gilt hier als gesetzliches Zahlungsmittel und kann zum Begleichen von Steuern und Gebühren verwendet werden. Diese Regelung stammt aus einer Zeit, als die Inselbewohner kaum Zugang zu indischer Währung hatten und auf Tauschgeschäfte angewiesen waren.
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