Narmada, Heiliger Fluss in Madhya Pradesh, Maharashtra und Gujarat, Indien
Die Narmada ist ein Fluss in Madhya Pradesh, Maharashtra und Gujarat, der von Osten nach Westen durch Zentralindien fließt und sich über 1312 Kilometer erstreckt. Er entspringt am Amarkantak-Plateau und mündet in den Golf von Khambhat am Arabischen Meer, wobei er durch tiefe Täler zwischen Gebirgszügen verläuft.
Der Fluss durchfließt seit Millionen Jahren ein tektonisches Tal und prägte dadurch die Geologie Zentralindiens nachhaltig. In der Nähe seiner Ufer entdeckten Forscher im späten 19. Jahrhundert zahlreiche Fossilien prähistorischer Lebewesen.
Entlang beider Ufer des Flusses zeigt sich die hinduistische Verehrung durch kleine Tempel, Badestufen und Pilger, die im Wasser rituelle Waschungen vornehmen. Während der Parikrama wandern Gläubige über mehrere Monate zu Fuß am Flussufer entlang und erleben dabei Gemeinschaft und Alltag in zahllosen Dörfern.
Mehrere große Dämme entlang des Flusslaufs haben das Gesicht der Landschaft verändert und bewässern heute landwirtschaftliche Flächen in verschiedenen Bundesstaaten. Besucher erreichen die Ufer an vielen Orten über unbefestigte Wege oder Ghats, die zum Wasser hinunterführen.
Anders als die meisten Flüsse Indiens fließt er nicht von Nord nach Süd, sondern durchquert das Land von Ost nach West durch einen geologischen Bruch. Diese Besonderheit schuf eine natürliche Trennlinie zwischen zwei großen Bergketten und formte Landschaft und Klima der Region über Jahrmillionen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.