Dhanbad, Bergbaumetropole in Jharkhand, Indien
Dhanbad ist eine Industriestadt im Bundesstaat Jharkhand in Indien, die im Damodar-Flusstal liegt und für ihre ausgedehnten Kohlebergwerke bekannt ist. Die Stadt versorgt weite Teile des Landes mit Energierohstoffen und gilt als eines der wichtigsten Abbaugebiete des Subkontinents.
Die erste Kohlemine wurde im späten 19. Jahrhundert von britischen Kolonialherren eröffnet und wandelte diese ehemals landwirtschaftlich geprägte Gegend in ein wichtiges Abbaugebiet um. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchs die Siedlung rasch zu einem bedeutenden Zentrum der indischen Kohleindustrie heran.
Das Indian Institute of Technology Dhanbad wurde zunächst als Indian School of Mines gegründet und prägt seit Jahrzehnten den akademischen Charakter dieser Bergbauregion. Die Stadt behält durch ihre technische Ausrichtung eine Atmosphäre, die sich stark vom traditionellen ländlichen Jharkhand unterscheidet.
Die Stadt ist über die Bahnverbindung der Grand Chord Linie an wichtige Städte wie Delhi, Mumbai und Kalkutta angebunden. Besucher sollten sich auf die industrielle Prägung des Ortes einstellen und warme Kleidung für die kühleren Monate mitbringen.
Im Jharia-Kohlefeld brennen seit Jahrzehnten unterirdische Kohlefeuer, die gelegentlich zur Absenkung des Bodens führen. Diese unkontrollierten Brände haben Teile der Umgebung unbewohnbar gemacht und stellen ein anhaltendes Problem für die Bewohner dar.
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