Dharavi, Elendsviertel in Mumbai, Indien
Dieser dicht besiedelte Stadtteil im Herzen von Mumbai erstreckt sich über ein Gebiet, in dem Wohnhäuser sich an Werkstätten drängen und schmale Gassen ein verzweigtes Netz bilden. Die Bauten sind meist einstöckig oder zweigeschossig, mit Wellblechdächern und engen Durchgängen, die eine intensive Nachbarschaft entstehen lassen.
Ursprünglich bestand diese Gegend im späten 19. Jahrhundert aus einer Siedlung für Fischer und Töpfer, die sich am Stadtrand niederließ. Mit der Zeit zogen Fabriken aus dem Zentrum hierher, und immer mehr Arbeiter kamen aus verschiedenen Teilen Indiens, um sich hier anzusiedeln.
Menschen aus verschiedenen Regionen Indiens arbeiten hier Seite an Seite in kleinen Werkstätten, wo Handwerker ihre Fertigkeiten an Lehrlinge weitergeben und gemeinsame Höfe als Orte der Begegnung dienen. In den Gassen hört man ein Durcheinander von Sprachen, und Frauen bereiten Mahlzeiten auf gemeinsamen Terrassen zu, während Kinder zwischen den Wohnblöcken spielen.
Der Zugang erfolgt über mehrere Hauptstraßen, doch die Gassen im Inneren sind sehr eng, und Besucher sollten sich bewusst sein, dass manche Bereiche für Fremde schwer zu überblicken sind. Am besten besucht man diese Gegend mit jemandem, der sich auskennt, um Respekt für die Privatsphäre der Bewohner zu wahren.
Jeden Tag wird hier Plastikmüll aus der ganzen Stadt sortiert und in Granulat verwandelt, das dann wieder zu neuen Produkten verarbeitet wird. Auch alte Ölfässer werden gereinigt und neu lackiert, bevor sie an Unternehmen in ganz Indien verkauft werden.
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