Bandipur-Nationalpark, Nationalpark in Chamarajanagar, Indien.
Bandipur National Park ist ein Schutzgebiet im Distrikt Chamarajanagar, das sich über 874 Quadratkilometer erstreckt und laubabwerfende Wälder, offene Grasflächen sowie felsige Erhebungen innerhalb der Nilgiri-Biosphärenreservat umfasst. Die Landschaft wechselt zwischen dichten Baumbeständen, die im Sommer ihr grünes Blätterdach verlieren, und weitläufigen Lichtungen, auf denen Gräser bis zu den Rändern der Felsformationen wachsen.
Der Maharaja von Mysore gründete das Gebiet 1931 als privates Jagdrevier und nutzte es für kontrollierte Wildbeobachtungen während der Kolonialzeit. Im Jahr 1973 erhielt es im Rahmen des Projekts Tiger den Status eines Nationalparks, wodurch die Jagd endgültig eingestellt und der Schutz großer Raubtiere zur Priorität wurde.
Der Name stammt von einem nahegelegenen Dorf und bedeutet soviel wie "geschlossene Hafenstadt", was auf eine alte Siedlung hinweist, die einst als Knotenpunkt zwischen Bergen und Ebenen diente. Besucher bemerken heute oft Hinweisschilder mit Erklärungen zur Koexistenz, die zeigen, wie Dorfbewohner gelernt haben, Erntezeiten und Wildtierkorridore zu koordinieren, ohne ihre Felder zu verlassen.
Die Verwaltung verbietet nachts den Fahrzeugverkehr auf der Durchgangsstraße, wodurch Wildtiere ungestört wandern können, während tagsüber organisierte Safari-Fahrten auf markierten Routen erlaubt sind. Besucher sollten zwischen Oktober und Mai kommen, wenn das Wetter kühler ist und Tiere häufiger an Wasserstellen zu sehen sind, da die Sichtbarkeit in dieser Jahreszeit deutlich besser wird.
Das Gebiet bildet einen natürlichen Korridor, der vier große Schutzgebiete über drei Bundesstaaten hinweg verbindet und damit Indiens größten zusammenhängenden Waldkomplex schafft. Diese Verbindung ermöglicht es Elefanten und Tigern, sich zwischen verschiedenen Lebensräumen zu bewegen, ohne menschliche Siedlungen durchqueren zu müssen, was ihre Überlebenschancen deutlich erhöht.
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