Dhrangadhra-Wildreservat, Wildreservat im Kutch-Distrikt, Indien.
Das Indian Wild Ass Sanctuary ist ein Wildtierreservat im Distrikt Kutch in Indien, das weite Graslandschaften und niedrige Buschvegetation umfasst. Die flache Topografie wird von saisonalen Salzebenen durchzogen, die während der Monsunzeit teilweise überflutet werden und danach in trockene weiße Flächen übergehen.
Das Reservat entstand 1972 als Reaktion auf den dramatischen Rückgang der Wildesel, deren Bestand in den 1960er Jahren auf wenige hundert Tiere gesunken war. Durch Schutzmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden erholte sich die Population in den folgenden Jahrzehnten allmählich wieder.
Der Name Ghudkhur stammt aus dem Gujarati und bedeutet wörtlich Pferd mit Eselsohren, was auf die länglichen Ohren und den kräftigen Körperbau dieser Tiere hinweist. Dörfer am Rand des Schutzgebiets leben von Viehzucht und teilen seit Generationen Weideland mit den wilden Eseln, wobei beide Gruppen an die salzigen Böden und das trockene Klima angepasst sind.
Ein Besuch ist am besten zwischen Oktober und März möglich, wenn die Temperaturen erträglicher sind und Wasserstellen die Tiere anziehen. Geführte Touren starten meist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um die Bewegungen der Herden bei angenehmerer Hitze zu beobachten.
Die Esel bewegen sich oft in kleinen Gruppen über das offene Gelände und können Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erreichen, wenn sie sich bedroht fühlen. Ihr hellbraunes Fell mit dunklem Rückenstreifen macht sie in der staubigen Landschaft gut sichtbar, besonders wenn sie sich gegen den Horizont abzeichnen.
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