Ahobilam, Hindu-Tempelkomplex im Nallamala-Wald, Indien
Ahobilam ist ein religiöser Ort mit neun Hindu-Schreinen im Nallamala-Wald in Indien, aufgeteilt in untere und obere Bereiche. Die Schreine liegen entlang eines Pfades, der durch dichten Wald und felsige Hänge führt, wobei einige in Höhlen oder unter Felsüberhängen gebaut sind.
Die Stätte entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte als Pilgerziel und erlebte im 16. Jahrhundert Plünderungen, bei denen religiöse Objekte entfernt wurden. Spätere Herrscher ließen einige Schreine wieder aufbauen und die Anlage blieb bis heute ein Ort der Verehrung.
Der Name stammt von Ahobala, einer Form des Gottes Narasimha, und die neun Schreine liegen verstreut im Wald, wobei jeder eine andere Episode aus den heiligen Schriften zeigt. Besucher sehen oft Pilger, die barfuß zwischen den Tempeln wandern und an natürlichen Quellen Halt machen.
Die Wanderung zwischen den Schreinen dauert mehrere Stunden und führt über steile Abschnitte, daher sollten Besucher früh beginnen und festes Schuhwerk tragen. Unterkunft findet man in den umliegenden Städten, da die Waldgegend nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten bietet.
Mitglieder der Chenchu-Gemeinschaft führen bestimmte Rituale in den Tempeln durch und fungieren als Wächter einiger abgelegener Schreine. Ihre Beteiligung verbindet alte Waldtraditionen mit den religiösen Praktiken der Pilger.
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