Kannur, Verwaltungsbezirk in Kerala, Indien
Kannur ist ein Verwaltungsbezirk in Kerala, Indien, der sich entlang der Westküste vom Arabischen Meer bis zu den bewaldeten Hügeln der Western Ghats erstreckt. Die Landschaft umfasst Küstenstreifen mit Fischerbooten und Sandstränden sowie landeinwärts gelegene Dörfer zwischen Reisfeldern und Gewürzplantagen.
Der Bezirk entstand 1957 nach der Bildung des Bundesstaates Kerala aus Gebieten, die zuvor unter britischer Herrschaft zum Malabar-Distrikt gehörten. Vor der Kolonialzeit war diese Küste für Seefahrer und Händler aus dem Mittelmeerraum und Ostasien ein wichtiger Handelsplatz für Gewürze.
Die Region ist bekannt für ihre Theyyam-Darbietungen, bei denen Tänzer in aufwendigen Kostümen und Masken lokale Gottheiten verkörpern und Besucher die rituellen Bewegungen in Tempelhöfen erleben. Diese Zeremonien finden hauptsächlich zwischen November und Mai statt und bringen Dorfgemeinschaften zusammen, die gemeinsam den Tänzern zusehen.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und März, wenn die Monsunregen nachgelassen haben und das Wetter sonnig und angenehm ist. Die Gegend ist über Busverbindungen und Züge erreichbar, die kleinere Ortschaften mit den größeren Städten entlang der Küste verbinden.
Das Handwerk der Weberei ist hier seit Jahrhunderten lebendig, und Besucher können Betriebe besichtigen, in denen Weber an Holzwebstühlen Baumwollstoffe herstellen. Die gewebten Tücher werden oft direkt in kleinen Läden neben den Werkstätten verkauft.
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