Manikarnika Ghat, Hindu Verbrennungsghat in Varanasi, Indien
Manikarnika Ghat besteht aus breiten Steinstufen, die zum Ganges hinabführen, wo mehrere Scheiterhaufen gleichzeitig brennen. Die Verbrennungsplattformen befinden sich auf verschiedenen Ebenen entlang des Ufers, umgeben von alten Tempeln und Säulenhallen aus rotem Sandstein.
Alte Texte aus der Gupta-Zeit im 5. Jahrhundert erwähnen bereits diesen Ort als zentrale Verbrennungsstätte in Varanasi. Die Dom-Gemeinschaft verwaltet die heiligen Feuer hier seit Jahrhunderten von Generation zu Generation.
Gläubige halten diesen Ort für einen direkten Weg zur Erlösung vom Kreislauf der Wiedergeburten, was im Hinduismus Moksha genannt wird. Familien aus ganz Indien reisen hierher, um ihre Verstorbenen an diesem heiligen Ort zu verbrennen.
Die Verbrennungen laufen rund um die Uhr ohne Unterbrechung, sodass Besucher jederzeit Zeuge der Zeremonien werden können. Besucher sollten die Privatsphäre der trauernden Familien respektieren und beim Fotografieren höflich um Erlaubnis bitten.
Die Legende erzählt, dass Shivas Ohrring während eines rituellen Bades in den Manikarnika-Brunnen fiel und dem Ort seinen Namen gab. Das heilige Feuer hier soll seit Tausenden von Jahren ununterbrochen brennen und wird vom ersten Feuer weitergegeben, das von Shiva selbst entzündet wurde.
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