Gorumara National Park, Nationalpark im Distrikt Jalpaiguri, Indien.
Gorumara ist ein Nationalpark im Distrikt Jalpaiguri im indischen Bundesstaat Westbengalen, der Flachlandwälder und offene Graslandschaften zwischen zwei großen Flusssystemen umfasst. Die Landschaft wechselt zwischen dichten Baumgruppen, sumpfigen Abschnitten am Murti-Fluss und weiten Ebenen, auf denen Gräser in der Trockenzeit golden leuchten.
Gorumara war ab 1895 ein Schutzwald und wurde 1949 wegen seiner Brutpopulation an Indischen Panzernashörnern zum Wildschutzgebiet erklärt. Am 31. Januar 1992 wurde es zum Nationalpark, anfangs etwa 7 km² groß, später durch Eingliederung benachbarter Flächen auf rund 80 km² erweitert.
Rund um den Park leben über 10.000 Waldbewohner, etwa in Sarswati, Budhuram, Bichabhanga, Chatua, Kailipur und Murti Forest Village; sie verdienen an Forstarbeit und Ökotourismus. Am Waldrand leben Rava, Rajbanshi, Mech, Koch, Oraon, Munda, Toto und Kichak. Das Forstbungalow aus der britischen Kolonialzeit bewahrt ein seit seiner Eröffnung geführtes Gästebuch, in dem Besucher lesen können.
Die beste Reisezeit liegt zwischen November und März, wenn die Luftfeuchtigkeit niedriger ist und Wildbeobachtungen auf den Ebenen leichter fallen. Der nächste Flughafen Bagdogra und der Bahnhof New Jalpaiguri bieten Anschluss an überregionale Verkehrsnetze, von dort führen Straßen direkt zum Parkeingang.
Hier treffen zwei unterschiedliche Ökoregionen aufeinander: die Terai-Duar-Savannengraslandschaften im Norden und die feuchten Laubwälder der unteren Gangesebene im Süden. Diese Überlappung ermöglicht das Zusammenleben von Tierarten, die sonst getrennte Lebensräume bewohnen würden, was das Gebiet zu einem besonderen Beobachtungspunkt macht.
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